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Mar 25 / 2:23pm

Clay Shirky sagt: "Communications tools don’t get socially interesting until they get technologically boring", und hier ist der Beweis:

Webcams, Mikrofone und Youtube-Accounts sind alltägliche und somit langweilige Kommunikationsdinger. Und genau deshalb können mit ihrer Hilfe mittlerweile die allergroßartigsten Dinge entstehen.

Wenn das mal bitte jemand Frank Schirrmacher zeigen würde? Und Jaron Lanier? Danke!

(Hintergrund, via Videopunk)

11 comments

Mar 25, 2010
Thomas Maier said...
Äh. Was genau bedeutet der Verweis auf Schirrmacher?
Glaubst du etwa, Schirrmacher lehne das Internet als künstlerisches Medium ab oder...was..? Ich verstehs nicht. Erklärung!
Mar 25, 2010
Mario Sixtus said...
Schirrmacher ist so sehr in seiner Die-bösen-Algorithmen-machen-unser-Denken-kaputt-Schleife gefangen, dass er überhaupt nicht realisiert, wie das Netz *Menschen miteinander* agieren lässt und was für großartige Dinge dabei entstehen können. Bei Lanier ist es anders, aber ähnlich.
Mar 25, 2010
m106 said...
Hast du dir denn sein Buch durch gelesen?
Mar 25, 2010
Mario Sixtus said...
Nicht bis zum Ende.
Mar 25, 2010
Thomas Maier said...
Naja ich vermute, dass sich Schirrmacher dem unglaublichen Kreativ-Potenzial des Internet durchaus bewusst ist. Aber dass das Internet unser Denken verändert, dessen bin ich mir ebenfalls sicher. Ich finde nur, dass das zT falsch bzw. zu negativ (teilweise von ihm aber auch von anderen) kommuniziert wurde. Denn diese Veränderung empfinde ich als gut und als Chance. Wenn wir damit richtig umgehen. Dafür was die angestoßene Debatte sehr hilfreich. Schirrmacher ist nicht Markus Reiter (http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/markus-reiter-dumm-3.0). Der würde hier auf jeden Fall besser passen als Schirrmacher meine ich.
Mar 25, 2010
Mario Sixtus said...
Interessant wäre die Frage, ob nicht vielmehr die internetbasierte Interaktion zwischen Menschen unser Denken verändert - und vielleicht sogar zum Positiven. Dieser Frage geht Schirrmacher aber nicht (oder kaum) nach, sondern stürmt gegen Algorithmen und Computer - also gegen Maschinen. Meiner Meinung nach rennt er in die falsche Richtung. Und deshalb passt er hier gut.
Mar 25, 2010
clemens said...
gotthilf fischer 2.0
Mar 25, 2010
Thomas Maier said...
Also die Interaktion/Kommunikation zwischen Menschen hat das Internet ja nicht erfunden. Was neu ist, ist die Intensität und Geschwindigkeit. Was aber völlig neu ist, ist die Tatsache, dass wir einen größer werdenden Teil von in die "Wolke" auslagern. Das bringt - wie ich das sehe - riesige Vorteile für uns selbst als kreative Wesen. Wir werden mehr "wir selbst". Die Gefahr dabei sind nicht die Maschinen selbst, sondern der Mensch, der vielleicht der Maschine - also einem Programm - mehr vertraut als dem Gegenüber. Schirrmacher setzt hier voll und ganz auf die Nerds. Ich sehe das zur Hälfte so. Zur anderen Hälfte brauchen wir die Künstler - nein, noch viel wichtiger sind die Designer. Das sind die Architekten der Zukunft und hier müssen wir weiterbauen.

Schirrmacher zu sozialer Interaktion:
Also fast alle anderen Talk-Gäste in der NDR Talkshow von Meyer-Burckhardt sind fürchterlich, aber der Schirrmacher-Auschnitt ist extra verlinkt: Sehr zu empfehlen: http://www3.ndr.de/sendungen/ndr_talk_show/media/ndrtalkshow428.html

"Hast du dir denn sein Buch durch gelesen?" - Ja.

Mar 25, 2010
greenwoodworx said...
die einzige Leistung von Hr. Schirrmacher ist, das mehr Schwung in die Debatte gekommen ist. Seit Janaur habe ich gefüllte 10 Talkshows um dieses Thema gesehen, wo mind. 5 x Schirrmacher anwesend war.

Die Angst vor Maschinen gab es schon im letzten Jahrtausend und maßgeblich hat "Terminator" an der Paranoia mitgeabeitet.

Mar 25, 2010
Thomas Maier said...
Das ist ein Fehlschluss (der vermutlich auch von "Payback" teilweise falsch kommuniziert wurde). Das wäre das Matrix-Modell (wie in den Filmen). Aber die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es nicht die Maschinen sind. Es geht keineswegs um KI.
Alles andere wird oben, auf Carta, in Payback, auf Edge, in diversen Talkshows, Online- und Offline-Medien diskutiert.
Mar 26, 2010
Jens said...
Mit Markus Reiter braucht man nicht reden, der ist einfach nur ein Ignorant. Aber Schirrmacher muss solche Sachen sehen und erfahren, um aus der Fazitsackgasse zu kommen, in die er immer wieder rutscht. Aber seine Analysen stimmen ja und er differenziert auch weit aus, solange aber nur, bis er zur Frage kommt wohin uns das führen wird - da schaut er seltsamerweise nur noch auf die Gefahren. Die gibt es durchaus, aber eben nicht nur und sein Pessimismus ist daher auch ungerechtfertigt. Insoweit ist die Idee, gerade ihm solche Möglichkeiten zu zeigen, die richtige.

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