Unmenschliche Anforderungen

Reflexhaft stürzt sich das Netz auf die Ausrutscher mancher Politiker. Das ist kontraproduktiv und schizophren. Wer authentische Politiker fordert, darf sie nicht für Fehler verlachen.
Transparent soll er sein, der Politiker des Internet-Zeitalters. Authentisch soll er sein, offen, natürlich, und ungekünstelt. Er soll keine Floskeln und Phrasen in die Fernsehkameras und Mikrofone abfeuern, sondern er soll sich mit den Bürgern auf gleicher Augenhöhe unterhalten, in einer menschlichen Sprache, nicht in diesen industriell gefertigten Sprachersatzstücken, die Politiker sonst so gerne um sich werfen. Und twittern soll er, natürlich eigenhändig.
Viele mit dem Internet sozialisierte Menschen wünschen sich solche Politiker. Ich auch. Besonders laut wünschen sie sich immer wieder die Piraten. Aber Transparenz und Authentizität gibt es nicht ohne Gegenleistung. Wenn die Piraten (oder ich) das einfordern, müssen sie (oder ich) bereit sein, dafür etwas zurückgeben: etwas, das man Großmut nennen könnte, oder Toleranz, oder auch Nachsicht, und wenn man Pathos mag, darf man sogar Menschlichkeit dazu sagen.
Warum das so ist, steht zum Beispiel im aktuellen Spiegel. Auf Seite 66 schildert Redakteur Sven Becker, wie sich der Berliner Pirat Christopher Lauer über einen Ausspruch von Bärbel Höhn in der Sendung “Anne Will” amüsiert. “Ich gucke jetzt mal Internt”, hatte die Grünen-Politikerin gesagt. Glaubt man dem Spiegel-Mann, ist der Höhn-Spruch noch Wochen später Anlass unter Piraten, sich über die Internet-fernen Alt-Politiker kaputt zu lachen. Damals, während der Sendung, hatte sich Twitter kurzzeitig in eine einzige, riesige Höhn-verhöhnungs-Maschinerie verwandelt. Eine Politikerin erlaubt sich im Eifer eines TV-Gesprächs einen kurzen gedanklichen Aussetzer, das Netz quillt über vor Häme und Spott, und die Piraten lachen ihr lautestes Piraten-Gelächter: Arrr, arrr!
Warum der Wunsch nach echten Menschen in der Politik unmöglich zusammen gehen kann mit dem Schulhof-Reflex, auf jeden, der hinfällt, mit dem Finger zu zeigen und ihn lautstark auszulachen, darüber schreibt Stefan Niggemeier im gleichen Heft nur eine Seite weiter, in einem nachdenklichen Text unter dem Titel “Fetisch Transparenz”, und er stellt die These auf: “Das Transparentmachen des politischen Entscheidungsprozesses führt nicht zur fundierten Auseinandersetzung mit den Inhalten, sondern zu einer stärkeren Fixierung auf die Inszenierung.”
Wer nun aber keine Inszenierung will, wer keine glattpolierten, gecoachten, trainierten und programmierten Sprechautomaten in der Politik will, wer sich stattdessen echte Menschen in der Politik wünscht, der muss ihnen zugestehen, menschlich zu sein, der muss ihnen erlauben, Fehler zu machen und Schwächen zu zeigen - selbst dann, wenn es die politischen Gegner sind.
Wer einfach nur Transparenz fordert, etwa ausschließlich öffentliche Sitzungen und live gestreamte Verhandlungen um jeden Preis, der wird mehr Inszenierung bekommen und weniger Authentizität. Wer daraufhin mehr Authentizität verlangt, menschlichere Politiker, der darf sie nicht nach dem ersten gedanklichen Fehlgriff mit Scheiße bewerfen.
Die Medien und die Bürger - auch und gerade im Internet - feuern ihre Fäkalien-Katapulte auf jeden Politiker, der sich einmal gedanklich verläuft oder der verbal in die falsche Schublade fasst - nur um sich einen Blog-Absatz später Politiker zu wünschen, die sich ein wenig menschlicher verhalten. Da ist er, der 21st Century Schizoid Man.
(Dieser Text erschien in leicht redigierter und leicht gekürzter Form am Samstag im Tagesspiegel. Foto: the|G|™)


Das gesagt, sollte man aber die beispielhaft genannte Situation etwas näher betrachten. Frau Höhn versuchte sich mit ihrem Bezug zum Internet in irgend einer Weise als modern oder internet-affin zu positionieren. Wie Christopher sehr treffend kritisiert, ist das aber nicht der Fall. Frau Höhn ist nicht modern oder internet-affin. Währe sie authentisch gewesen und gesagt "Ich hab mal so keine Ahnung wie das ganze Internet-Ding funktioniert", hätte sie mit Sicherheit weniger Hohn ertragen müssen. Der lächerliche Versuch sich irgendwie interet-affin zu positionieren - obwohl dies zutiefst unauthentisch ist - ist was Hohn und Spott geerntet hat.
Dass Nerd-, Geek-, Netz- und Piratengemeinde selten integrative Ambitionen zeigt und auch nicht oft durch Tolleranz bestechen kann, ist hingegen kein Geheimnis.
Und dann wäre hier noch die Erwartungshaltung vieler Bürger zu nennen, die sich genau solche Menschen wie Guttenberg wünschen - einen angeblichen "perfekten" Alleskönner, den Superman der Politbühne, der uns vor dem Untergang bewahrt. Hier muss das Volk aufwachen und begreifen, dass es sein Schicksaal viel mehr selber in die Hand nehmen muss, dass es dies auch einfordert, sonst wird sich auch wenig zum besseren ändern.
Bei uns sagt man "Wer viel dud, macht ach Fehler".
Frau Merkel ist mit ihrer Passivität deswegen auf der sicheren Seite. Aber dann lieber "ich guck mal Internetz" sagen, als gar nichts tun aus lauter Angst sich zu blamieren.
Genau dort endet diese Häme, wenn man jeden kleinen Ausrutscher durch die Medien wurschtelt.
Menschen, die über ein starkes Selbst und innere Stärke verfügen, haben es nicht nötig, sich auf Kosten anderer zu erhöhen, denn sie verfügen in der Folge über ausreichend Sicherheit, dem anderen wohlwollend begegnen zu können.
Ich denke, die Thematik ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Solange Lehrende, Medien und sogenannte Erwachsene den Kindern vorleben, dass mithilfe von Hohn und Spott die eigene Erhöhung erreicht wird, solange wird es auch keine wirklich neue nachwachsende Politikkultur geben.
Den Piraten wünsche ich ein natürliches Nachwachsen von Menschen, die der gewaltfreien Kommunikation mächtig sind, und durch die so ein grundsätzlich anderes, neues Verständnis von konstruktivem Miteinander in der Politik ebenso wie in der Gesellschaft allgemein implementiert werden kann
.
Die Chancen stehen gut.
Das Risiko der Inszenierung besteht. Dokumentierung wäre ein Mittel dagegen. Wer will in der S-Bahn mit 250MByte-UMTS-Tape-Pseudo-Flat den Premiere-Sky-Channel schauen mit 50 Kameraeinstellungen ? Und wer wird einfach die Transkripte runterladen. Ich würde sogar komprimierte (RDS ? RDF?) Transkripte generieren. Bei Schach kann man zuschauen oder die komprimierte Zugfolge lesen (wenn man Profi ist). Verschiedene Kompressionsstufen für die letzten Politikerreden führen dann dazu, das Politiker mit mehr Content und weniger Zeitverschwendung für Geschwafel oder Inszenierung oder Ablenkungen weniger Platz im Transkript belegen.
Umgekehrt könnte man ein Pöbel-Forum aufsetzen wo man dieselben Diskussionen verächten und die dümmsten Stellen bevoten kann.
Diskussion darf nicht nur an Rede-Ablese-Terminen laufen. Sondern allgemein. Leider interessiert sich niemand für demokratisierende konstruktive legale Partizipations-Software und ich werde mir Arbmahnungen und Verfassungsklagen ersparen.
Ich würde gerne Transkripte aller Reden sammeln und per RDF vergleichbar machen.
Ebenso würde alle Diskussionen vereinheitlicht erkennbar (so wie Mindmaps aber je nach Client auch anders) sammeln und die Logikketten und Modelle einfach verständlich darlegen. Natürlich auch die Gegenargumente wie "Wieso wurden Dinosaurier verbuddelt wenn ihr nicht an Evolution glaubt ?".
Geld bräuchte ich keines. Aber Schutz vor Abmahnungne und Verfassungsklagen. NGOs, Parteien, Gewerkschaften und Lobbyisten sind leider nicht interessiert :-(
Transparenz sollte nicht die Diskussion der Verpackung (von Lobbyisten geschriebene Reden) sondern der Inhalt, also die Diskussionen und angeblichen Argumente und ihre Glaubwürdigkeit sowie z.B. die Akzeptanz in der Bevölkerung sein.
Damit ist man bei Mitmach-Systemen. Wo man z.b. unverbindlich per Internet mitvoten kann welche Frage Will, Jauch, Maischberger besser mal als nächstes stellen sollten. Sowas ist schnell programmiert und noch schneller abgemahnt. Mit solch einem System hätte Gabriele Pauli die Partei nicht verlassen brauchen. Per Normalo-Bluetooth-Handies habe ich damals schon die Bahnfahrpläne und Webseiten (OperaMini) am 100-Euro-Handy bequem nutzen können.
Basis-Demokratische Systeme haben immer mit die erste Forderung nach Todesstrafe für wen man grade mal nicht leiden kann: Polizistenmörder, Killerspieler, SBahn-Manager, 55Mrd-Verrechner, Autobahnraser,... . Sowas muss man natürlich unterbinden. Aber das ist kein Problem.
Wenn ich Pirat wäre (was für Leute im Beruf problematisch sein kann) würde ich die Konkurrenten demokratisieren. Durch simple einfache Apps wo man legale konstrkuktive Ideen und Vorschläge auch anonym stellen und als Parteibasis unverbindlich bevoten kann. Realtime (TV-Talkshow. Bundestag vielleicht eher zu knapp) und getaktet (Jeden Freitag kriegt Rösler die neue Mission der Woche per Basis-Vote-App) oder Pooled (Wenn 10% dafür sind, müssen die Grünen Parteibosse jemanden für verantwortlich dafür erklären der der Basis per Internet transparent zur Rede steht) oder Limited (wenn 80% der Stimmen eingegangen sind, akzeptiert die Gewerkschaft diesen Punkt des Tarifvertrages).
Man sät Demokratie beim Gegner. Eine Partei muss keine Macht haben. Sie muss für den Vorteil aller arbeiten. Und wenn der Gegner das erledigt, ist man auch zufrieden. Ausser wenn man nur Pöstchen und Adel spielen will der seinen Hofstaat aufbaut und das Volk auspresst.
Stattdessen lese ich von Faulenzern im Ausschuss die dann der Presse den Zutritt verwehren und 3000 Euro (3000 habe ich für Kosten abgezogen) pro Monat verdienen. Nebenjobs nicht mitgezählt.
Die TV-Übertragung ist nur der Bruchteil der Transparenz. Die Archivierung, Bürgerverständliche Darstellung und Suchbarkeit (RDF o.ä.) wäre wichtiger.
Bundestags-TV ist nicht der wichtigste Teil der Transparenz.
@Christiane Schinkel: Wenn man gezwungen wird, GEZ zu bezahlen für Telenovelas, wenn man gezwungen wird, Steuererklärung per Elster statt am Online-Banking zu machen, wenn man gezwungen wird, nichts für die Rente sparen zu können, weil die Konkurrenten das auch nicht machen, dann ist das sicher keine Selbstunsicherheit.
Selbstunsicherheit ist es nur in bestimmten Fällen. Auf Seite des Adels und der Mächtigen ist es Peergruppen-Stärkung oder auch z.B. Minderheiten-Hetze und auf Seite der Opfer ist es weil man keine anderen Mittel hat.
Authentizität spürt man, und die ist außer durch unglaubliche Schauspielklunst nicht künstlich herstellbar. Und von den etablierten da, hatte nur Altmayer einen Hauch von Authentizität, Höhn und der FDP-Typ waren in ihren Masken verhaftet - und deswegen lachte die Internetwelt.
Wenn jemand offen und ehrlich mit seinen Mitdiskutanten umgeht, gibt es keinen Grund zu lachen. Transparenz fördert keine Inszenierung, weil die ja gar nicht ständig durchzuhalten ist. Darum geht es doch, das Politikgeschäft so transparent zu machen, dass man sich nicht mehr hinter Inszenierung verstecken kann.
Jeder Pirat, der merkt, dass in einem Vorstand alles schon vorverhandelt ist, wird aufheulen und einen Scheißeorkan entfesseln, und deswegen ist Inszenierung durch Transparenz das Handwerk gelegt.
Aber wer "authentische" Politker_innen möchte - der sollte sich selbst ein Bild machen. Aufhören, gewalttätig und verpauschaliert zu urteilen und den anderen Fehler zugestehen. Dazu gehört aber auch, eigene Fehler einzugestehen. Nochmal viel schwerer. Man kann auch sagen: da redet der Mist - aber kann man ruhig bleiben, wenn Piraten anfangen, wie Möllemann zu argumentieren? Wenn Grüne Autobahnen bauen und das triftig begründen. Wenn die CDU Mindestlohn will und die SPD Steinbrück als Kanzlerkandidat? Kann man nicht. Man kann höchstens sagen: du Nerz- du redest wie der Möllemann, wenn du über Israel redest. Und wenn der Nerz dann sagte: Hey, ok, tut mir leid, da hab ich wohl was komisches gesagt, das solte so nicht - wenn dann alle sagten: ok, passiert, entschuldige dich, dann gehts weiter: dann wären wir ein Stück weiter. Aber es endet meist schon an der Reaktion auf; "Nerz, du redest wie der Möllemann". Und vllt. gar nicht so sehr vom Nerz - sondern von denen, die gar nichts auf Piraten kommen lassen wollen. Naja, der Nerz ist da jetzt nur Beispiel - das trifft auf alle zu. Also: können wir zulassen, dass jemand meinen Parteifreund angreift, möglicherweise mit Recht? Und kann ich sagen. Ja, da hat er Mist gemacht oder gesagt. Wenn wir das alle jetzt anfangen zu üben, wird sich was ändern. Wenn nicht, nicht. Egal, obs um Nerz, Uhl, Seehofer, Merkel, Steinbrück oder Höhn geht.
Ich glaube allerdings nicht, dass die 'trollsche Entladung via Twitter' allein auf einen Versprecher der einzelnen Person zurückzuführen ist. Der Versprecher mag Auslöser besagter Reaktion gewesen sein, aber eben nicht die Ursache. Die Ursache liegt meines Erachtens darin, dass unsere politische Landschaft a) zu einheitlich geworden ist, und b) sich selbst in Zeiten von Facebook & Co. immer noch nicht ausreichend mit dem Medium Internet auseinander zu setzen scheint.
Besagter Spiegel hat vor Tagen eben erst in seiner Online-Ausgabe darüber geschrieben, dass beim EFSF die Parteien zu harmonisch zusammenarbeiten, und sich somit profillos dem Wähler darbieten. Die CDU wird grün wenn sie muss (Folgen von Fukushima), die SPD wird unter Schröder zu kapitalistisch (Neo-Liberalismus) und auch grüne Politiker starten nach dem Ende ihrer politischen Laufbahn eine doch mit fadem Beigeschmack behaftete Karriere in der Wirtschaft (Fischer bei Autoindustrie, RWE und Siemens). Das hinterläßt beim (semi)informierten Wähler doch das Gefühl der Austauschbarkeit der politischen Persönlichkeiten. Und wer sagt mir, dass sich unter den Twitternden nicht auch ein junger Grüner getrollt hat? Oder noch besser, wäre der Satz einem Christdemokraten etfleucht, hätte am nächsten Tag im CDU/CSU Rundbrief gestanden: Die gestern Abend getätigten Äußerungen brachten mit der Hilfe von Twitter das Internet zum explodieren! Ich lasse jetzt die Frage, wie viele CDU/CSU Politiker daraufhin ihren Rüstungslobbyisten angrufen hätten, um zu fragen wie viel Sprengkraft so eine Twitter-Bombe hat, einfach mal im Raum stehen.
Die letzten vor Sarkasmus (und Ironie) tropfenden Sätze verdeutlichen aber auch welches Bild die (semi)informierten Trolle von der politischen Obrigkeit haben. Denn sei es nun Skript-Kiddie, MafiaWars-gelegenheits-Gangster oder aber auch der studierte Informatiker, wenn man diese Leute nach dem Thema Vorratsdatenspeicherung befragt, bekommt man mit überwiegender Mehrheit ein 'Bloß nicht' zurück. Doch die Möglichkeit diesen Wunsch über politische Interessenvertreter mit in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen führt in extreme politische Lager und/oder zu den Piraten. Dies verstärkt im mathematischen Umkehrschluss aber ebenfalls das Gefühl dass alle etablierten Parteien diesbezüglich über einen Kamm gescheert werden können.
Ich persönlich möchte keine Facebook Seite von irgendeinem Politiker besuchen, ich möchte auch nicht seinem twitter-feed followen, mir persönlich ist es auch egal ob der Politiker via Internet Kontakt zu einer jungen Frau aufgenommen hat (wobei letztgenannter Umstand mich eher von seiner Kompetenz überzeugen würde als dass was viele seiner Parteikollegen von sich geben), aber ich möchte Parteien, die ihre politischen Lösungsvorschläge transparent gestalten, darin dass für und wieder ihrer politischen Gegner auflisten und wenn möglich wiederlegen, um diese Vorschläge dann öffentlich zu diskutieren, anstatt mit leeren Phrasen um sich zu werfen. Und sollten sich die Etablierten fragen warum die Piraten Wähler ziehen, dann deshalb weil sie diesen Umstand begriffen haben und den die restlichen Parteien aus dem Stand überholt haben.
.~.
Aber ich sagte, Sie gingen weiter, sie sprechen von der sehr interessanten Folge der Folge übertriebener Transparenz: Wenn alles offen zutage liegt (ob polit. oder im Privatleben!) dann steigt aus "ängstlich"-sozialem Bewusstsein heraus der Wunsch nach Glättung, PR-Präsenation, Selbstdarstellerischem Agieren - noch mehr als bisher. Die Frage des pers. Ausdrucks (Expression) sinkt zugunsten der der Beeindruckung Anderer, der Wirkung oder des Eindrucks auf Andere (Impression). Daraus könnten *allg.* Falschheit oder Leere entstehen, verstärkt werden.
Und ichfürchte, DAS wäre der primäre Effekt, nicht eine Art Einsichtigkeit der Menschen: Man darf auch Fehler machen oder, ganz einfach: Man MACHT auch Fehler etc.
2. Den anschließenden Shitstorm bekommen größtenteils nur die mit, die sich auch daran beteiligen.
3. Die Grünen haben ein paar gute Netzpolitiker, die wären in der Debatte weit besser aufgehoben gewesen.
Aber das gewählte Beispiel ist unpassend. Letztendlich wurde keine Schwäche gestanden, sondern Internet-Affinität und moderner Medienkonsum sollte suggeriert werden. Die Aussage ansich ist eine geplatzte und daher lächerlich wirkende Inszenierung.
Ich würde Ihnen andernfalls bedingungslos zustimmen, dass die Arroganz der Internetgemeinde teilweise selber eine Abgrenzung nach außen schafft, die man andererseits so gern überwunden sähe.