In Sachen GVU

Die “Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen” (GVU) ist eine Art Privatdetektei, die im Auftrag der Film- und Spiele-Industrie gewerbliche Urheberrechtsverletzer aufspüren soll. Ganz offensichtlich läuft dort derzeit einiges aus dem Ruder. Gestern informierte mich der Video-Hoster Vimeo, dass auf Veranlassung der GVU vier Videos von mir wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen gesperrt wurden (1), (2), (3), (4). Es handelt sich dabei um vier Folgen des Elektrischen Reporters, die wir im Auftrag des ZDF produziert haben. Die Autorenrechte aller vier Videos liegen bei mir. In Abstimmung mit dem ZDF stehen die Filme obendrein unter einer Creative-Commons-Lizenz. Unter bestimmten Bedingungen (keine kommerzielle Nutzung, Namensnennung der Urheber) dürfen die Filme also von jedermann/-frau weitergegeben, kopiert und republiziert werden. Eine Urhebrerrechtsverletzung kann hier also aus ersichtlichen Gründen überhaupt nicht vorliegen, zumal ein Großteil der Urheberreche bei mir liegen.

Kurz darauf erfuhr ich (Twitter sei Dank), das die GVU auch Alexander Lehmanns preisgekrönten Film “Du bist Terrorist” hat sperren lassen.

Ich habe gestern Abend per Fax bei der GVU eine Erklärung für diesen Amoklauf eingefordert. Daraufhin meldete sich heute Vormittag Matthias Leonardy, Geschäftsführer der GVU telefonisch bei mir. Leonardy erklärte, bei der Sperrung handele es sich um einen “Irrtum”, die Sperre sei von einem Dienstleister (der Firma Opsec Securities aus München) initiiert worden, der im Autrag der GVU handele. Man “bemühe” sich derzeit um “Aufklärung” und habe Vimeo bereits um eine Aufhebung der Sperren gebeten.

Diese “Erklärung” reicht mir natürlich nicht. Das Vorgehen der GVU ist in meinen Augen nichts anderes, als digitaler Vandalismus. Die GVU, bzw. der von ihr beauftragte Dienstleister haben in meine Publikationsrechte eingegriffen und dabei ein Werkzeug missbraucht, das Vimeo zum Schutz der Rechte der Urheber – also meiner – eingerichtet hat. Genau genommen hat die “Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen” selbst das Urheberrecht verletzt. Ob das GVU-Mitarbeiter waren oder irgendwelche von der GVU beauftragten Söldnertruppen spielt dabei keine Geige.

Ich habe Hernn Leonardy daher aufgefordert, eine rechtsverbindliche und strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben, da eine Wiederholungsgefahr geradezu indiziert ist. Schließlich könnte nächste Woche ein übereifriger Praktikant und in der übernächsten Woche eine von der GVU beauftragte chinesische Klicktruppe meine Videos vom Netz nehmen lassen. Ganz offensichtlich hat die GVU ihre Leute nicht im Griff, aber das ist nicht meine Sache.

Auf mein telefonisches Angebot, diese Unterlassungserklärung von sich aus abzugeben, wollte Herr Leonardy nicht eingehen, daher hat mein Anwalt diese nun offiziell eingefordert. Fristsetzung: Donnerstag 12:00 Uhr.

Nun mag der Eine oder die Andere mein Vorgehen für übertrieben halten, das ist es m.E. aber nicht. Die GVU ist für ihr (vorsichtig ausgedrückt) hartes Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzer bekannt. Sie gehört zu der Fraktion, die wahrscheinlich am liebsten Schulkinder mit Handschellen von Schulhof abführen würden, weil sie eine gebrannte DVD getauscht haben. Wenn dieser Verein in meine Rechte eingreift, sehe ich es nicht ein, Fünfe gerade sein zu lassen.

Wörtlich habe ich Herrn Leonary gesagt: “Wenn Sie Hollywoodfilme auf meinem FTP-Server gefunden hätten, und ich ihnen sagen würde, oups, da hat wohl ein von mir beauftragter Dienstleister meine DVDs an den falschen Speicherort geback-upt, würden Sie sich damit auch nicht zufrieden geben.”

Fortsetzung folgt.

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148 comments
Aug 10, 2010
Dominik said…
gnihihihi jetzt werden die Jungs mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Ich halte deine Reaktion im übrigen für absolut angemessen.
Aug 10, 2010

Farlion said…
Keine übertriebene Reaktion. Gerade die GVU sollte ein besonderes Maß an Sorgfalt walten lassen. Denn genau das erwarten sie ja von anderen auch.
Aug 10, 2010
Frank said…
Richtig so! Wenn die es so wollen dann kriegen sie es auch. Fight fire with fire.
Aug 10, 2010
kaics said…
Das ist das einzig Richtige, was zu tun war. Du solltest aber noch deinen entstandenen Image-Schaden geltend machen, ein paar Tausender sollten da drin sein!
Aug 10, 2010
Sudden said…
Richtig so. Die sollen mal wissen wie es ist wenn man die volle Breitseite bekommt.
Aug 10, 2010
Andi said…
Das Vorgehen ist in keinster Weise übertrieben, sondern lediglich konsequent. Institutionen wie die GVU pochen stetig darauf, dass das Internet “kein rechtsfreier Raum” ist. Dazu gehört dann aber auch, dass man sich dann bitte auch an die Gesetze des Internet hält, Stichwort Creative Commons. Gut so!
Aug 10, 2010
cpier said…
Ich finde das kein Stück übertrieben. Vielen, vielen Dank für die Mühe!
Aug 10, 2010
Robin said…
Die GVU hat mir in Form ihrer Pressesprecherin gerade noch mitgeteilt. dass die Links auf die Vimeo-Videos vom ER von einem automatisierten System bei “Monsterstream.info” gefunden wurden. Ziel der Aktion war es, möglichst viele Videos, die bei Monsterstream gehostet sind, vom Netz zu bekommen. Dabei hatte das System zu prüfen, ob Urheberrechtsschutzr vorliegt oder nicht – und habe dies offenbar bejaht.
Der Elektrische Reporter ist also Opfer im täglichen Dronen-Krieg um das Urheberrecht geworden. Die GVU-Drone hat daneben geschossen.

Von “digitalem Vandalismus” zu sprechen, ist vielleicht verbal doch etwas sehr stark aufgerüstet. Aber von Kollateralschaden im Urheberrechtskrieg kann man wohl sprechen.

Aug 10, 2010
Markus Henkel said…
Hey Mario.
Du hast alles richtig gemacht und ich bin auf Do. gespannt!
Aug 10, 2010

jbxf said…
Völlig richtiger Ansatz. Sonst könnte ja jeder kommen.
Aug 10, 2010

dinkie said…
Richtig so! Um es mit Fefes Worten zu sagen: “[…] Verbrannte Erde. Keine Gefangenen.”
Aug 10, 2010

burn3r78 said…
Absolut angebracht, wer selbst so vorgeht, darf keine Rücksicht erwarten
Aug 10, 2010
Rainer said…
Klar will er keine Unterlassungserklärung abgeben: Das hieße ja in Zukunft müsste man aufpassen, was man tut und auch noch seine Subs kontrollieren. Bzw. es arbeitet niemand mehr für die GVU, weil zu riskant 😉 Schön!
Aug 10, 2010

Bartosz Makara said…
Ich möchte es mal so ausdrücken: Mir scheint, als wäre da jemand zart bekloppt und größenwahnsinnig. Einfach so um sich wüten und dann ein plumpes „Sorry“ fallen zu lassen, zeugt doch von bemitleidenswerter, da mangelnder sozialer Kompetenz. Wenigstens ein vernünftiges Schuldeingeständnis müsste hier drin sein.
Aber so wissen wir wenigstens mal wieder, was wir von diesem Verein halten sollen. Die bekräftigen damit doch nur die Vorurteile, die manche Leute gegen sie haben. Prima Sache! Weiter so, GVU, du blöde Kuh!

Und im Übrigen halte ich das nicht für übertrieben. Übertrieben ist das, was solche Vereine wie die GVU machen: Sich asozial benehmen, in dem man sich an kleinen Leuten bereichert, zum Beispiel von Jugendlichen Geldbeträge einfordert, die selbst ein durchschnittlicher, arbeitender Bürger nicht mal eben so bezahlen kann, und den Abmahnwahn voran treibt.

Aug 10, 2010

passy said…
Absolut richtig. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Vor allem auch in Sachen “Du bist Terrorist”.
Aug 10, 2010
Ben said…
“Untertrieben”? Jedes zur Verfügung stehende legale Mittel muss gegen diese Menschen eingesetzt werden. Sie tun es ja umgekehrt genauso (UND kaufen sich dazu ein paar Gesetze).
Aug 10, 2010
Max said…
“Verbrannte Erde. Keine Gefangenen.” Empfand ich bisher als den passendsten Kommentar 😀
Aug 10, 2010
Mathias said…
Finde deine Reaktion absolut angemessen! Beide Daumen hoch!
Aug 10, 2010
Robert said…
Absolut notwendige Reaktion! Die GVU ist für die Menschheit so wertvoll wie Steuerberater. Oder ein Pickel am A…
Aug 10, 2010
Uvo said…
Absolut richtiges Vorgehen.
Aug 10, 2010
vanished said…
Hallo,
Dein Vorgehen kann ich absolut nachvollziehen und halte es keineswegs für übertrieben. Wenn mir das passieren würde, dann hätte ich auch Interesse daran, dass diese “Gesellschaft” nicht in meine Rechte eingreift, deren vehementen Schutz sie selbst so propagiert.

Aug 10, 2010

-drik S. said…
Quite right. Oder um es mit Rambo zu sagen: “Die haben angefangen.”
Aug 10, 2010

Joomla_Aktuell said…
Absolut Richtige Reaktion und in keinster Weise übertrieben.
Aug 10, 2010
Egon said…
Einen Fehler zu machen ist menschlich.
Aber gerade der letzte Satz macht deutlich, wer scheinbar Fehler machen darf und wer nicht.
Aug 10, 2010
SoWhy said…
Halte das Vorgehen nicht für übertrieben. Abgesehen davon, dass die GVU wirklich nicht zimperlich wäre, wenn es andersrum wäre, muss man es von Anfang an verhindern, dass irgendein Privatverein, egal von welcher Seite und in wessen Diensten, sich aufführen kann, wie er es für richtig hält.
Aug 10, 2010
Dee said…
Gotta love Karma. Keep up the good work!
Aug 10, 2010
Sebastian said…
sehr schön! absolut richtige reaktion!
Aug 10, 2010
marcus said…
Hat sich von Vimeo eigentlich schon jemand geäußert? Die hätten doch auch nicht so schnell einknicken müssen, oder?
Aug 10, 2010

Jörn Meyer said…
Absolut nachvollziehbar, deine Reaktion. Ich freue mich wie ein kleines Kind darüber, wenn ich ehrlich sein soll.
Aug 10, 2010
sebastian said…
sehr schön 🙂
Aug 10, 2010
Andreas Praefcke said…
Ich halte den verbreiteten institutionellen “Copyfraud” (Schutzrechtsberühmung, siehe Wikipedia-Artikel zum Thema) für erheblich schlimmer und außerdem volkswirtschaftlich langfristig schädlicher als alle privaten Urheberrechtsdelikte (die ja letztlich doch immer Bagatellen sind). Das Vorgehen dagegen ist daher keinesfalls übertrieben und zu begrüßen.
Gerade die größten Lautsprecher unter den Urheberrechtsfanatikern sind oft seltsam milde, wenn es um die eigenen Taten geht. Beispiel: Börsenvereins-Justitiar Sprang bringt dieses Jahr schon das zweite Buch mit gesammelten (er würde bei anderen sagen: gestohlenen) lustigen Texten aus Todesanzeigen heraus. Ähnlich auch dieser Fall: Urheberrechtsverletzungen werden als Verbrechen hingestellt, Schutzrechtsberühmung soll aber ein Kavaliersdelikt sein. Dagegen muss endlich auf breiter Front vorgegangen werden, vor allem auch gegen die von Copyfraud strotzdenden Aktivitäten fast aller deutscher Bibliotheken und Archive.

Aug 10, 2010

uiuiui7 said…
Hervorragende Reaktion, erstklassig! Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, aber Du hast natürlich absolut Recht.
Aug 10, 2010
Sven said…
Gut so. Vertretern einer “Null Toleranz”-Linie entgegenkommen? Nö.
Aug 10, 2010
Humphrey Blogart said…
Super Reaktion! Auge um Auge – Zahn um Zahn!
Aug 10, 2010
E. said…
völlig richtig so.
Aug 10, 2010

linnair said…
Wenn schon allein die ZDF diese Serie in Auftrag gegeben hat, dann hat sich die GVU mit einem öffentlich rechtlichen Sender angelegt.
@Autor

bitte wenden Sie sich doch an das ZDF und teilen Sie diesen den Vorfall mit. Mich würde zu gerne interessieren, was die Rechtsabteilung des ZDF dazu sagt, wenn ein Film, durch die Firma in Auftrag gegeben, einfach vom Netz genommen wird. Ebenso interessiert es mich, wie der Verein dazu kommt ein preisgekröntes (hier haben sicherlich Experten den Sachfall schon geprüft gehabt) Video vom Netz zu nehmen.

Danke für Ihren Einsatz.

Aug 10, 2010
Sebastian said…
Wunderbar, ein Wunderpunkt! ein WUNDER .
Aug 10, 2010
Wolf said…
Leider waren die ganzen Videos der “rollenden Knastzelle” nicht mit dem Portal verlinkt. Dann wären sie jetzt gelöscht und das wäre vielleicht niemandem aufgefallen..
Aug 10, 2010
Gero said…
Ist echt ein scharfes Ding mit der GVU. Söldnertruppe *gnihihi*
Wieso darf ich Sie eigentlich nicht flattrn? Das würde ich doch so gerne ob Ihrer immer wieder hervorragenden Blogbeiträge.

Aug 10, 2010
Jan Wildeboer said…
Meine Frage: Wie ist eigentlich die Rolle von Vimeo selbst zu bewerten? Sind das nur willfährige Vollstrecker ohne Rückgrat? Haben die ohne Prüfung einfach nur gelöscht? Wenn ein Anbieter nicht in der Lage iust selbst zu rpüfen und auch mal NEIN zu sagen, ist er für mich nicht ernst zu nehmen.
Wohlgemerkt – die GVU hat hier unglaublichen Dummsinn veranstaltet, das steht ausser Frage. Aber Vimeo hat sich zumindest eine Beihilfe vorzuwerfen meiner Meinung nach …

Jan

Aug 10, 2010
bee said…
Völlig d’accord, und ich verstehe ehrlich gesagt das bemühte Gejammer bei Spreeblick et. al. nicht. Die GVU ist eine Freischärlertruppe zwischen den Fronten, die auf alles schießt, was sich bewegt – im Fall der Warez-Server etwa auf die Urheber und den Staatsanwalt. Ihr bisschen Außenwirkung haben sie daher, dass der Deutsche jede Privatveranstaltung mit Gebrüll für eine Bundesbehörde hält und buckelt, statt deren Verbaltofu in die Austrittsöffnung rückzukomprimieren. Wer nicht einmal eine goldene Brücke nutzt, muss es halt auf die harte Tour lernen.
Aug 10, 2010
PrePosterous said…
Kotau für die Idee und eine hübsche Anekdote ist’s allemal – aber mehr wird vmtl nicht draus werden, leider.
Die GVU wird das Ding schlicht nicht unterzeichnen – dann müsstest Du klagen, und bei dem Streitwert (den ich bein einem Teil, das sowieso unter CC steht, ziemlich klein ansetzen würde) dürfte das im Sand verlaufen. Selbst wenn sie verurteilt würden – dann nehmen die lieber das Urteil an und zahlen ein paar Tausend als zuzulassen, dass sie anschließend mit Unterlassungserklärungen überhäuft werden, wenn sich in der Szene verbreitet, dass die GVU Unterlassungserklärungen unterschreibt.

Die Hollywoodindustrie kann umgekehrt auf einen potentiellen Multi-Millionen-Dollar-Schaden verweisen – DAS ist ne Klage, die man (insbesondere als Privatmensch) doch lieber nicht am Hacken hätte, da unterschreibt man lieber so einen Wisch.

Aug 10, 2010
Tech-o-matic said…
Versteh das nicht. Sollte nicht eigentlich vimeo eine Unterlassungserklärung unterschreiben? Ach geht nicht, da die eigentlich löschen können, was sie wollen. Hmm. Schöne neue Web 2.0-Welt. Haha.
Das kommt davon, wenn man kommerziellen Unternehmen seine Inhalte “anvertraut”.
Aug 10, 2010
angepisster steuerberater said…
hast du en problem mit meiner berusgruppe?
Robert said…
Absolut notwendige Reaktion! Die GVU ist für die Menschheit so wertvoll wie Steuerberater.

Aug 10, 2010
Anonymous said…
das wäre doch mal eine Folge des Digitalen Reporters Wert.
“Copyright-Vandalismus im Namen der Gerechtigkeit”

Aug 10, 2010
Martin Lechky said…
Super, die GVU hat sowieso einen zweifelhaften Ruf: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/19848/0/Razzia-Ermittlungen-gegen-die…
Aug 10, 2010
Herr Voß said…
Also doch alles #blumenkübel… Ich bin für den Einsatz der Bundeswehr gegen die GVU.
Aug 10, 2010
Flo said…
Recht so! Respekt für deinen Einsatz und die Zeit die du mit diesen geistig Unbewaffneten aufbringst.
Wünsch dir viel Erfolg!
Aug 10, 2010
Anonymous Coward said…
Richtig so! Das Internet darf ja schliesslich kein rechtsfreier Raum bleiben!!!11!
Aug 10, 2010
grä said…
Vielen Dank für den Beitrag und die Reaktion und Aktion gegen die GVU. Nun passiert mal was. Und nein, ich halte deine Vorgehensweise keinesfalls für überzogen. Ich ziehe meinen Hut.
Aug 10, 2010
Christoph said…
Irgendwie beschleicht mich ein schlechtes Gefühl, wenn ich so Sprüche wie “Fight fire with fire” lese. Doch was soll man gegen solche Urheberrechtsverstöße durch die GVU machen? Das ganze öffentlich zu machen ist ja zum Glück kein Problem. Doch reicht dies aus? Ich hoffe sehr, dass auch andere Medien, wie z.B. das ZDF als Auftraggeber der Videos, hier tätig werden und diese Machenschaften der GVU kritisch hinterfragen.
Was mich an der Sache aber am meisten wundert, ist, dass vimeo die Videos anscheinend ohne vorherige Rücksprache oder Überprüfung der Urheberrechtslage vom Netz genommen hat. Wie kann das denn sein? Ich kann ja verstehen, dass man den eigenen Arsch an die Wand kriegen will, aber so geht es ja nun auch nicht. Wenn man sich mit einer solchen Plattform in die Öffentlichkeit wagt, bei der immer die Möglichkeit besteht, dass sie für Urheberrechtsverstöße genutzt wird, dann sollte man so ängstlich auch nicht sein dürfen. Der Reputation von vimeo hat dieser Vorgang meiner Meinung nach erheblich geschadet.

Aug 10, 2010
Rangar said…
MACH SIE FERTIG!
Aug 10, 2010
CheapSheep said…
Wunderbar. 😀 Aber wie Gero schon anmerkte, fehlt hier ein flattr-Button.
Aug 10, 2010
Frank Kemper said…
Just for the record: Die Firma, die in diesem Fall als Dienstleister auftrat, heißt OpSec Security GmbH (nicht Opsec Securities). Das Unternehmen ist eine Tochterfirma des US-Unternehmens OpSec und hat seine Büroräume in Unterhaching bei München. Vor der Übernahme durch OpSec im Jahr 2009 hieß das Unternehmen P4M GmbH.
Mein Verhältnis zu Abmahnern ist eher ambivalent, aber in diesem Fall halte ich das Instrument der Abmahnung für durchaus angemessen.

Aug 10, 2010
mikemacapple said…
Nicht vergessen: Alle beteiligten Provider in “Mitstörer”-Haftung nehmen. Am besten am LG Hamburg 🙂
Aug 10, 2010

jensscholz said…
Diesem arroganten Privatpolizeivereinen, die glauben, sie stehen über dem Recht muss man ruhig mal zeigen, wie Rechtsstatt funktioniert.
Aug 10, 2010
Tim said…
Gratulation und viel Erfolg in unser aller Interesse! Die rechtlichen Mittel bitte alle ausschöpfen…
Aug 10, 2010
antigvu said…
GVU konnte noch nie mit Zahlen/Ziffern umgehen und wird es auch nicht in Zukunft können, weshalb auch ihre Schreibstile immer eher zu Bild.de als sonst wo passten.
Diese geldgierigen Sauger sollte man mal eine Abreibung verpassen, damit dieser Abmahn- und Kontrollwahn gestoppt wird.
Solche Firmen sind wie kleine Security Firmen, welche sich über das Gesetz stellen.
Aug 10, 2010
AndréG said…
Ich finde deine Reaktion vollkommen überzogen und unangemessen.
***
So, nachdem nun endlich, nach fast 60 Kommentaren, jemand die einzige Wahrheit gesagt hat, können wir die Diskussion wohl schließen?
Nein… Mensch, so ein Mist aber auch.
Dann muss ich doch zugeben:

Schön gemacht!
Ich finde es ja in Ordnung, wenn man seine Rechte durchsetzt, aber sowas geht nun gar nicht. Was würden die denn wohl sagen, wenn ich “aus Versehen” mal in deren Geschäfte herum fusche?

@PrePosterous:
So klein sicher auch nicht. Produktionskosten, Bekanntheitsgrad, Werbewirkung, und und und – da kann man doch sicher einiges einrechnen. Es handelt sich hier ja nicht um kleine Homevideos, sondern professionell gestaltete Videoproduktionen.
Und das diese eine enorme Werbewirkung für ihre Macher haben, sieht man ja auch.

Aug 10, 2010
Karl said…
Strafantrag wegen Datenveränderung und Computersabotage stellen?
http://dejure.org/gesetze/StGB/303a.html
http://dejure.org/gesetze/StGB/303b.html
http://dejure.org/gesetze/StGB/303c.html
Aug 10, 2010
Martiin said…
Gestern zufällig gefunden:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709761,00.html
Schöne alte Welt. Vielleicht sollte man so einen harten Einschnitt auch heute mal wieder wagen und das “Urheberrecht” und auch Patente zeitlich stärker begrenzen. Sagen wir auf 1-5 Jahre.

Aug 10, 2010
Mike Nolte said…
Ich halte das Vorgehen für angemessen und für sicher nicht übertrieben.
Ich hoffe für die Betroffenen, dass sie in der Abmahnung der GVU eine ausreichende Genugtuung finden werden.

Aug 10, 2010
Para said…
Hm, eine Abmahnung durch Mario Sixtus und Alexander sind schön und gut, aber wieso würde ich einen anderen Ansatz viel schöner finden?
Eine Abmahnung durch Vimeo gegen die GVU auf Unterlassung zukünftig mit Hilfe falscher Behauptung nicht bestehender Uhrheberrechte einen Löschantrag zu stellen. Strafe 5T Euro pro Einzelfall der Wiederholung.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass so eine Abmahnung viel stärker wirken würde….

Para

Aug 10, 2010
Dirk Olbertz said…
Einzig Schade dabei ist, dass man sich dann gegenüber der GVU wirklich nicht mit einem “Sorry, das war ein Versehen” herausreden kann.
Es wäre interessant gewesen zu schauen, wie die GVU dann reagiert hätte.
Aug 10, 2010
Dirk said…
Was steht den CC Lizenz wenn jemand dagegen verstößt? Auf jeder DVD steht in der lizenz doch auch das man bis zu 15 Jahre haft bekommt. Gibt es sowas auch in der CC lizenz?
Aug 10, 2010
Christian said…
Ich halte den Begriff “digitaler Vandalismus” noch für untertrieben. Bei einem Verein, der Urheberrechtsverletzungen mit “Raubkopie” bezeichnet ist bestenfalls “digitaler Terrorismus” die korrekte Bezeichnung.
Aug 10, 2010
Tharben said…
Yeah, Sixtus! Lassen Sie sich von solchen Leute aber mal gar nichts bieten. Am besten würde es mir gefallen, wenn Sie die dahinterstehende Industrie in die Pleite klagen. Träume, ich weiß.
Aug 10, 2010

JoSchaefers said…
@Para: Klingt hübsch, dürfte aber nicht funktionieren. Zumindest nach deutschem Recht ist Vimeo in der Haftungsfalle, sobald sie von einem möglichen Urheberrechtsverstoß positivie Kenntnis erlangen.
Bedeutet: Ein Hinweis, dass möglicherweise Urheberrechte verletzt werden, dürfte regelmäßig für eine Löschung reichen, aber als solcher nicht ohne weiteres angreifbar sein.

@Dirk: In der Realität dürfte als Fallback das Urheberrecht des jeweiligen Landes (ups, ….) gelten. Ist hier aber nicht relevant, denke ich. Da müsste man schon arg mit dem Verbreitungsrecht des Urhebers rumkonstruieren, in das eingegriffen wurde.

Aug 10, 2010
Markus said…
Erstklassige Reaktion auf diese Frechheit, vor allem der letzte Absatz. Diese sind nur ein kommerzielles Unternehmen und führen sich mancherorts auf als wären sie eine Behörde.
Kann man da nicht auf Schadensersatz klagen?
Aug 10, 2010

PhoenyxRLP said…
Yeah richtig so sollen Sie doch selbst merken was Sie anderen antun. nichts ist hier übertrieben einzig die Aktionen der Gvu.
Freu mich so richtig auf Do.

Aug 10, 2010
Patti Schoene said…
Wir finden es, durch die Bank, völlig übertrieben. Und zwar von beiden Seiten! Hysterisch.
Redaktion www.indie-stars.de
Aug 10, 2010
Harry said…
Die Frage hier ist doch: Zufällig habt Ihr bemerkt, daß Eure Videos GVUt wurden. Was ist mit anderen, die evtl. gar nicht das Geld, die Zeit oder überhaupt bemerkt haben, daß ihre Videos gelöscht wurden?
Sehr schön, daß Du und Alexander dagegen vorgeht, aber eigentlich müßte jetzt die GVU mal auf den Tisch legen, was sie sonst noch alles dort zum Löschen angewiesen hat.

Und das wird mal wieder nicht passieren.

Deshalb: Sehr schön, je mehr Medienecho eine solche – in meinen Augen illegale – Aktion der GVU bekommt, umso besser.

Deshalb ein riesiges Dankeschön für Deine/Eure Zeit und Dein/Euer Geld, was Ihr da gerade reinsteckt.

Aug 10, 2010
Thorbald said…
@JoSchäfers
Kann jeder den “möglichen Urheberrechtsverstoß” beim Anbieter melden oder muss er (mehr oder weniger glaubhaft) versichern den Rechtinhaber zu vertreten?
Hat Vimeo Chancen auf Schadensersatz für die ungerechtfertigten Beschuldigungen? Nach Beschreibung der GVU wurde ja offensichtlich jeder Link (zu einem Videoportal) für illegal gehalten (=fahrlässig).

Aug 10, 2010
Martin said…
Ich halte das ganz und gar nicht für übertrieben und würde sogar darüber nachdenken, ob nicht noch härtere Bandagen möglich sind. Wenn die GVU hierfür einen Dienstleister beauftragt, dann würde ich sogar prüfen lassen, ob nicht eine Betrugsanzeige in Betracht kommt. Denn es liegt nahe, dass der Dienstleister pro gelöschtem Video bezahlt wird und damit wäre auch die Bereicherungsabsicht gegeben und damit m.E. die Vorraussetzungen für Betrug erfüllt. Schließlich hat der Dienstleister ja auch in deinem Namen die Löschung verlangt!
Ich würde auch eine Abmahnung oder gar eine Klage nicht ausschließen. Diese Leute haben es mit diesen Methoden verdient, kräftig abgestraft zu werden.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem weiteren Vorgehen!

Aug 10, 2010
FreeUser said…
Wichtigste Regel dieser Welt:
Wie es in den Wald hinein ruf, so schallt es auch wieder heraus
Aug 10, 2010
Schadenshoehe said…
Schadenshöhe zur Berechnung der Anwaltskosten: Die Videos waren n Stunden offline und konnten von potentiell 100+14Millionen deutschsprachigen Weltbürgern (siehe http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/KulturDialog/Sprache/De… nicht gesehen werden. Daher erlauben wir uns eine fiktive Schadenhöhe von 114Millionen * (günstige) 1,-EUR anzusetzen. Die Berechnung der Anwaltskosten basiert auf einer angenommenen Schadenhöhe von 114Millionen EUR….
Aug 10, 2010
MM said…
sehr gute Aktion. Ich bin gespannt auf Donnerstag. Wie das mit Hardlinern so ist, die können bestimmt nicht nachvollziehen, was das Problem sein soll. Nach dem Motto “Wir sind doch die Guten, wir dürfen das”
Aug 10, 2010

memonex said…
Werft die Purschen zu Poden. 😉
Aug 10, 2010
Para said…
@JoSchaefers said…
Klar haftet Vimeo bei der Meldung möglicher Urheberrechtsverletzung, aber nach meinem Empfinden hat Vimeo (Einnahmen = Werbung bei bestehenden Videos) doch schon einen Anspruch gegen die GVU darauf, das Unterlassen wird, Notifications ohne ausreichende Prüfung einzureichen. => Vertragsstrafe für jeden Fall der nicht begründeten/ungeprüften Einreichung. Aber INAYL 😉
Para
Aug 10, 2010
Schadenfreude said…
“verbrannte Erde. Keine Gefangenen.” 😀
Aug 10, 2010

felixnagel said…
Vielen, vielen Dank für diese klaren Worte und Taten. Falls da noch (finanzielle) Unterstützung nötig ist, du weißt ja wo du uns findest…
Du hast das bereits gut beschrieben mit deinem Schulhof Beispiel. Da bliebt nur zu sagen: Augen umd Auge, Zahn um Zahn. Oder mit den Worten von Felix von Leitner: “Wenn ihr mich fragt: verbrannte Erde. Keine Gefangenen.”

Wird dir eigentlich das ZDF dabei helfen? Bei dem Gedanken mit dem Geld des ZDF die GVU respektive die GEMA verklagen krieg ich Tränen in die Augen 🙂

Aug 10, 2010
Right Said Fred said…
Jo, das kommt davon, wenn man solche Wannabe-brand-protection-Firmen wie opsec anheuert, die einfach alles markieren, kopieren und einfügen.
Gutes Gelingen und meine Wertschätzung.
Sue the Bastards!
Aug 10, 2010
Mario said…
Absolut angemessen! Zeigts denen mal!
Aug 10, 2010
Dirk Hesse said…
Daumen hoch!
Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und anstatt von Filmindustrie ruhig von Universal, Sony und Co reden. Die Lobbyisten haben sich den Verfolgerverein doch nur zugelegt, damit ihre Namen nicht mit negativer Presse einhergehen.

Aug 10, 2010
Maik said…
Ein TV-Beitrag über diese Sache und das ständige Fehlverhalten der GVU seitens ZDF und Marius würde ich mich Freuen.
Aug 10, 2010
Mario said…
tip top, ich bin voll und ganz mit Dir! Denen darf man nichts durchgehen lassen, muss seine Rechte nanomillimeterweise verteidigen!
Aug 10, 2010
Martin said…
Absolut korrekte Reaktion von dir! Ich hoffe die GVU bekommt so richtig eine vor den Latz geknallt.
Aug 10, 2010
Gerrit said…
Full ACK!
Aug 10, 2010
Commander1024 said…
Absolut gerechtfertigter Schritt. Im Umkehrfall wäre exakt dasselbe passiert.
Aug 10, 2010
Jaycee aus dem Atomlabor Wuppertal said…
Sehr gut das Du das Ding durchziehst.
Aus eigener Erfahrung weiss ich das sich die GVU zum Teil mehr herausnimmt als sie darf, daher ist die Aktion angemessen.
Viel Erfolg !
PS: Schöner Satz mit der DVD auf dem FTP , er hat sicher geschluckt 😉
Aug 10, 2010
GinoPanino said…
Find ich dufte! Vor allem die Berechnung der Schadenshöhe ein paar Kommentare weiter oben finde ich gut, das sollte man echt machen 🙂
Aug 10, 2010
MM said…
Find ich auch gut. Allerdings würde ich mal Vimeo anhauen was die denen da als Rechtsgrundlage angegeben haben. Ich bin am überlegen ob ich nicht sofort meine Videos von denen runternehme und mir einen anderen Hoster suche. Ist ja nicht so als wären das die Einzigen….
Aug 10, 2010
Manyota said…
gut gemacht *thumbsup* Absolut angemessen.
Aug 10, 2010
Stephan said…
Interessanterweise ging es uns letztes Jahr mit Botany Bay nicht viel anders. All unsere Songs sind CC-lizenziert, und trotzdem war plötzlich unser gesamtes “Grounded”-Album von last.fm verschwunden, weil eine (von last.fm erstmal nicht näher bezeichnete) ominöse “third party” ihre Rechte daran geltend gemacht hatte – Zitat: “We may have removed some of your tracks from the Last.fm website due to a legal claim put forward by a third party.”
Diese “third party” stellte sich schließlich als das “Merlin Network” raus, einer jener Vereine, die sich das Durchsetzen von Copyrights auf die Fahnen geschrieben haben.

Unnötig zu sagen, dass wir weder von last.fm noch von Merlin jemals eine Erklärung oder Entschuldigung bekommen haben.

Ich habe das Material schließlich in mühsamer Kleinarbeit selbst wieder hochgestellt und warte jetzt darauf, dass der nächste Vollpfosten – dem es vollkommen egal ist dass es *meine* Musik ist und dass sie CC-lizenziert ist – angerannt kommt und sie wieder löschen lässt.

Vielleicht sollte ich ja nächstes Mal auch einen Anwalt beauftragen, das scheint mir die einzige Sprache zu sein, die gewisse Individuen verstehen.

Aug 10, 2010
JJ Preston said…
Tja, wer mit der Schrotflinte um sich schießt, darf sich nicht wundern, wenn die Antwort aus dem Maschinengewehr kommt…
Aug 10, 2010

linnair said…
Vielleicht bringt ZDF in Frontal21 noch einen Beitrag dazu. Wünschenswert wäre es.
Aug 10, 2010
Tommy said…
3 Daumen hoch von mir!
Aug 10, 2010
Drizzt said…
Guckt mal: Mario und Alex sind selbst schuld: http://www.on3radio.de/element/7187/angebliche-urheberrechtsverletzungen-film…
Aug 10, 2010
Ennio said…
Absolut richtige Reaktion. Ich hoffe, dass sich noch weitere finden, die es getroffen hat und nun daran ein Beispiel nehmen. Hoffentlich hat das Vorgehen erfolg. Viel Glück.
Aug 10, 2010
Mno said…
Richtig so, gib’s ihnen! Und an alle Kommentatoren, die ihre URL hinterlassen haben: Als nächstes forstet der Verein selbstverständlich eure Webseiten nach URVen durch. Einfach aus Prinzip jetzt.
Aug 10, 2010
Mno said…
Ach, und noch was – nur, damit ich’s richtig verstanden habe: Geht die GVU demzufolge nach eigenem Ermessen vor, ohne von irgendjemandem beauftragt zu sein? Denn das ZDF wird die ja wohl kaum auf dich angesetzt haben.
Aug 10, 2010

Ibrahim Evsan said…
Du bist der Master.
Aug 10, 2010
(,,,)—=^.^=—(,,,) said…
Ich wollte mir heute einen schönen Abend mit alten Folgen des “Elektrischen Reporters” machen. Da ich weiß, daß der “Elektrischen Reporter” unter der ” Creative-Commons-Lizenz” steht habe ich “Vimeo” besucht und mußte entsetzt feststellen: alles weg!
Da müßte man doch Schadensersatz von der GVU für einen versauten Abend geltend machen können…

@Mario Sixtus
Übertreiben ist gar nicht möglich, das macht die GVU ja schon selbst. Bin auf die Fortsetzung gespannt.

Aug 10, 2010
Kalliey said…
Finde dein Handeln korrekt. Hoffe Du hast Erfolg damit.
Aug 10, 2010

Hakan Günay said…
Bin begeistert! Herrlich.
Aug 10, 2010
Sebastian said…
Großartig! Und keinesfalls untertrieben, sondern nur gerechtfertigt.
Aug 10, 2010
Sadus said…
Absolut richtige Entscheidung. Diese, Bekanntermaßen unfähigen Vollstrecker auch nicht nachprüfbarer Urheberrechte, gehören endlich in ihre Schranken verwiesen.
Das beste ist dieses Sorry, als ob sich ein Mörder sich bei den Kindern seines Opfers der Schuld freikaufen könnte.
Aug 10, 2010
Ralle said…
@Mario Sixtus
Auf netzpolitik wird gerade diskutiert, wie das denn ist mit der Creative Commons Lizenz, was ich hier auch mal poste: Offenbar ist ja der Elektrische Reporter unter der Creative Commons Lizenz “BY-NC-SA 3.0″ veröffentlicht. Verstößt die Einbettung bei Monsterstream (http://www.monsterstream.info/?v=25760) nicht gegen die CC-Lizenz und dürfte so ohne Namens- und Lizenznennung/-verlinkung gar nicht veröffentlicht werden? Wäre Monsterstream nicht sogar als “Kommerziell” einzustufen? (wenn über “Captain Ad” (und weitere) Werbung vor deinem Video geschaltet wird und somit dein Video zum Geldverdienen genutzt wird?) Auch sonst ist die Seite ja wohl (nur) auf Kohle aus, Layer-Ads überall, egal wohin man klickt.

Was meinst du?

Aug 10, 2010

Mario Sixtus said…
@Ralle Ja, solche Portale verstoßen zweifellos gegen die CC-Lizenz und wir könnten natürlich einen Verein wie beispielsweise die GVU auf Monsterstream, Kino.to etc. loslassen – oder aber die Angelegenheit wahlweise unter “ein bischen Schwund ist immer” oder “lohnt die Mühe nicht” ablegen.
Aug 10, 2010
Nihilus said…
“Übertriebe Reaktion”? Keineswegs! Ich wär sogar für die Strafanzeige.
Solche “Gesellschaften” dienen nur zu Durchsetzung monopolistischer Interessen, Einschränkung der Informationsfreiheit und letztlich auch der Bildung.
Für wehret den Anfängen ist es leider schon etwas zu spät, aber ich hoffe, das es jetzt endlich einige wach rüttelt.
Um einen meiner Vorredner aufzugreifen: Holt die Maschinengewehre raus!

Viel Glück.

Aug 10, 2010
wolf said…
gut dass…