Wie man sich mit dem Leistungsschutzrecht eine Google-Melkmaschine baut

Viel Kluges ist bereits geschrieben worden über das Zeitungsverlegerschutzgeld Bedingungslose Grundeinkommen für Zeitungsverleger so genannte Leistungsschutzrecht für Presseverleger (siehe Linkliste unten), doch bislang wurde noch nicht sonderlich viel über das Positive dieses Gesetzesvorhabens berichtet: Mit ein paar hundert Euro Investition kann nämlich ungefähr jeder zum reichen Internet-Unternehmer werden, dem Leistungsschutzrecht sei Dank. Und wie das geht, erkläre ich euch hier in fünf einfachen Schritten.

Leistungsschutzrecht (Symbolbild)

Erster Schritt: Presseverleger werden.

Presseverleger zu werden ist überhaupt nicht schwer. Um als Presseverleger im Sinne des Gesetzes zu gelten, muss man lediglich ein “Presseerzeugnis” publizieren. Im Gesetzentwurf heißt es dazu:

“Ein Presseerzeugnis ist die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge im Rahmen einer unter einem Titel auf beliebigen Trägern periodisch veröffentlichten Sammlung, die bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlagstypisch anzusehen ist und die nicht überwiegend der Eigenwerbung dient. Journalistische Beiträge sind insbesondere Artikel und Abbildungen, die der Informationsvermittlung, Meinungsbildung oder Unterhaltung dienen.”

Eine besondere Qualität oder Orginalität wird hier explizit nicht eingefordert. Ungefähr alles, was nicht Reklame ist, dürfte somit in die beschriebene Kategorie fallen.

Wir schnappen uns also für den Anfang ein WordPress-Blog und fünf Studenten als Erstbesetzung einer kleinen Content-Legebatterie. Den Studis geben wir den Auftrag, irgendwelche Texte, die als Information, Meinung oder Unterhaltung durchgehen, in unser Blog zu hacken. Damit dieser Job nicht zu anspruchsvoll wird, dürfen die Texte gerne zu einem guten Teil aus der Wikipedia kopiert werden, denn deren freie Lizenz erlaubt auch eine kommerzielle Nutzung. Für diese Fließbandtexte zahlen wir je fünf Euro und bestellen täglich 50 Stück, das wären zehn je Studi und Tag, und diese Textmenge sollte jeder Soziologiestudent zwischen morgendlicher Vorlesung und abendlichem Vollsuff hinbekommen. Der Spaß kostet uns somit 250 Euro am Tag.

Zweiter Schritt: “überwiegend verlagstypisch” publizieren.

Um unserer kleinen Content-Schleuder einen “periodischen” Output zu verschaffen, schalten wir die Texte jeden Tag zur gleichen Zeit frei, sagen wir um acht Uhr früh. Damit dürften wir sämtliche Bedingungen erfüllt haben, die das Leistungsschutzrecht fordert: Wir sind ein Verlag. Punkt. Ja, wir sind ein schlechter Verlag, für dessen Produkte sich kein Leser freiwillig interessieren wird, aber das Gesetz schützt eben auch die Arbeit von schlechten Verlagen.

Dritter Schritt: Lizenzbedingungen veröffentlichen.

Wir sind zwar ein schlechter Verlag, aber auch ein selbstbewusster (diese Kombination macht uns im Übrigen noch ein wenig verlagstypischer). Und weil wir wissen, was “geistiges Eigentum” wert ist und damit außerdem niemand behaupten kann, er hätte von unseren Bedingungen nichts gewusst, schreiben wir über jeden einzelnen Text:

Diese Veröffentlichung ist geschützt nach UrhG §87f. Eine gewerbliche Nutzung des nachfolgenden Textes ist ausdrücklich erwünscht und wird mit einer Lizenzgebühr von 100,– Euro je Wort und Nutzungstag (zzgl. ges. MwSt.) berechnet. Durch eine gewerbliche Nutzung erklären Sie sich mit diesen Bedingungen einverstanden.

Zu teuer? Unrealistisch? Nix da! Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, in der alleine der Lizenzgeber den Preis für die Nutzung seines Medienmaterials bestimmt. Die UEFA berechnet pro Sendeminute Europameisterschaft schließlich auch einen exorbitanten Lizenzpreis. Warum also nicht auch wir für unseren Qualitäts-Content? Außerdem: Von einer einheitlichen Verwertungsgebühr, wie es sie etwa bei Musikstücken und Radiolizenzen gibt, steht nichts im Gesetzentwurf. Im Gegenteil, dort steht:

“Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen.”

Und genau von diesem Recht machen wir Gebrauch.

Vierter Schritt: Wir sorgen für gewerbliche Nutzung.

Nach der Publikation melden wir jede Artikel-URL brav bei den fünf wichtigsten Suchmaschinen an, also bei Google, Bing, Yahoo, T-Online und Ask. Freundlicherweise stellen die Suchmaschinen eine Submit-Formular zur Verfügung. Die insgesamt 250 URL-Anmeldungen pro Tag übernimmt der sechste Student und erhält dafür ein Rekord-Honorar von 100 Euro täglich.

Fünfter Schritt: Abfragen und abrechnen.

Der freundliche Webentwickler von nebenan wird uns nun ein kleines Script basteln, das Google automatisiert nach unseren Inhalten abfragt und die Wörter zählt, die als Trefferumgebung angezeigt werden (“Snippet”). Nehmen wir hier und jetzt einfach mal an, jedes Snippet sei 20 Worte lang. Gemäß unseres Preisschildes sind das flockige 2.000,– Euro je Treffer, die wir berechnen können – und zwar bei fünf Suchmaschinen und 50 Artikeln täglich. Unser kleines Start-Up macht somit ab sofort einen Tagesumsatz von 500.000,–

Rechnungen an die fünf Suchmaschienen schreiben und ab in die Post damit: Fertig!

Illusorisch? Nö. In der Begründung zur Gesetzesvorlage heißt es ausdrücklich:

“Ebenso wie beim Leistungsschutzrecht des Tonträgerherstellers der Schutzgegenstand nicht der Tonträger selbst ist, ist auch hier nicht das Presseerzeugnis selbst Schutzgegenstand, sondern die zur Festlegung des Presseerzeugnisses erforderliche wirtschaftliche, organisatorische und technische Leistung des Presseverlegers. Die unternehmerische Leistung umfasst jeden Teil des Presseerzeugnisses; die erforderlichen Mittel müssen für einen kleinen Teil genauso bereitgestellt werden wie für die gesamte Festlegung einer Ausgabe. In diese unternehmerische Leistung greift auch derjenige ein, der nur kleine Teile entnimmt.”

Die Suchmaschinen entnehmen “kleine Teile” unserer journalistischen Qualitätsware und verwerten sie gewerblich. Dafür haben sie gefälligst den Preis zu zahlen, den der Lizenzgeber verlangt. Und dieser Preis steht groß und deutlich auf jeder einzelnen Seite. So einfach ist das.

Es kommt aber noch besser. Google und Co. “verwerten” unsere mühsam erzeugten Texte ja nicht nur einmal, sondern x-mal: unsere Artikel werden unter x verschiedenen Suchbegriffen angezeigt – und sei es auf Trefferseite 100.000 ff. Somit werden auch x unterschieldliche Snippets generiert, die wir x-mal berechnen können. Unser kleiner Bot kann somit nach x-beliebigen Wortkombinationen suchen, von denen er weiß, dass sie in unseren Texten vorkommen. Trieben wir unser Geschäftlsmodell derart auf die Spitze, könnten wir also den Suchmaschinen nicht nur schlappe 500.000 Euro je Tag in Rechnung stellen, sondern praktisch jede beliebige Summe.

Ja. Google und Co. werden natürlich so schnell wie möglich alle unsere Seiten aus dem Index kicken. Na und? Nichts und niemand hindern uns daran, dieses Spiel mit einer anderen Domain in einem anderen IP-Nummernblock zu wiederholen, notfalls jeden Tag.

In Deutschland könnte – einzigartig auf der Welt – eine ganz neue Web-Industrie entstehen, die noch sinnfreier ist als Content-Farmen aus SEO-Laboren oder Twitter-Spam: Suchmaschinen-Melkmaschinen oder auch Leistungsschutzrechtsreiter.

Jetzt wird Christoph Keese, einer der lautesten Lautsprecher die nach solch einem Gesetz gerufen haben, uns natürlich sagen, dass die Verlage aber gar nicht derart böse sind und selbstverständlich keine Unsummen von den Suchmaschinen verlangen werden, ähnlich, wie er bereits großmütig billige Preise für “Mehr zum Thema”-Linklisten in Aussicht gestellt hat. Das ist aber egal. Der aktuelle Gesetzentwurf würde das oben beschriebene Geschäftsmodell erlauben, genauer: ermöglichen. Ob es nun vom Axel-Springer-Verlag oder von der örtlichen Nepp-Spam-und-SEO-GmbH praktiziert würde, spielt überhaupt keine Geige.

Die Verleger sind zwar die Initiatoren der auf uns alle zurollenden bizarren Situation, was aber nicht heißt, dass sie diese im Griff haben.

Aber vielleicht ist es ja wirklich so wie einige vermuten: In Wirklichkeit will Leutheusser-Schnarrenberger das Leistungsschutzrecht überhaupt nicht, ist aber durch den Koalitionsvertrag gezwungen, einen entsprechenden Entwurf zu liefern. Und das vorliegende Konzept wurde genau deswegen derart schlampig und stümperhaft erarbeitet, damit jeder sehen kann, was für eine schwachsinnige Idee dieses Gesetz ist.

Mehr zum Thema:

Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht (PDF)
Stefan Niggemeier: “Leistungsschutzrecht – selten war es so tot wie heute”
Netzpiloten: Meinungsaustausch im Abseits
Udo Vetter: “Digital kastriert”
Zeit Online “Von Pressetexten sollten künftig besser alle die Finger lassen”
Der Presseschauer: “Leistungsschutzrecht – Hurra, der Entwurf ist da”
Thomas Stadler: “Kurzanalyse des Gesetzesentwurfs zum Leistungsschutzrecht”
Till Kreutzer: “Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht: Eine rechtspolitische Analyse”
Wortfeld: “Recht mäßig – Wie weiter mit dem Leistungsschutzrecht?”
(Und für die Ungläubigen unter Euch noch mal ganz langsam und deutlich zum Mitlesen: Ja. Gemäß dem aktuellen Entwurf zum Leistungsschutzrecht müsste ich für eine Linkliste wie die obige Lizenzgebühren zahlen.)

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58 comments
Jun 18, 2012
Michael Kausch said…
Endlich ein erfolgversprechendes Business-Modell für Microsoft’s MSN …
Jun 18, 2012
Wolke7 said…
das macht mir angst
Jun 18, 2012
max said…
Kopierte Wikepedia Artikel dürfte man aber nicht so einfach unter eine neue Lizenz stellen, denn Wikipedia erlaubt zwar kommerzielle Nutzung aber nur unter gleichen Bedingungen, d.h. CC oder GFDL. Dennoch in interessanter Artikel.
Jun 18, 2012
Sancho said…
Mir ist ein kleiner Tippfehler in der Linkliste aufgefallen:
Der Presseschauer: “Leistungsschutzrect – Hurra, der Entwurf ist da” – da sollte Leistungsschutzrecht stehen.
Das bringt mich aber auf eine feine Idee, wie sich die Gebührenzahlung vermeiden lässt. Ähnlich wie die Spamprofis muss man nur die Begriffe leicht umschreiben, so dass sie keine hundertprozentige Übernahme darstellen. Das lässt sich automatisieren, jeder erkennt sofort, was drin stehen soll, und alle sind glücklich. 5chóne n3ue Wel7!

Jun 18, 2012
Anonymus=D said…
Ein durchaus interessanter Artikel. Die Beispiele hier mögen etwaws zu dick auftragen, aber wenn man es mit dem richtigen Ansatz angeht, dann ist es wirklich eine vielversprechende Geldeinnahmequelle. Fragt sich nun, was es denn noch “interessantes”, lesenswertes gibt?
Jun 18, 2012
Petra said…
Links ohne Snippets wären doch erlaubt?
Im übrigen hätte das LSR (warum lese ich LRS – Lese-Rechtschreib-Schwäche?) den großen Vorteil dass der KoppVerlag und HeilpraktikerNet in den Tiefen des www. verschwinden würden.
Jun 18, 2012
Lupino said…
@Petra, nicht, wenn die url die Artikel-Überschrift enthält, wie derzeit bei so ziemlich allen Zeitungsseiten
Jun 18, 2012

medienmagazin.net liked this post.
Jun 18, 2012
Gerhard said…
Da muß man gar nicht Wikipedia nehmen. Man verwendet anfangs einfach Textbausteine, die von den Studenten ergänzt werden. Später kann man eine sinnfreie Contenterzeungsmaschine laufen lassen, die beispielsweise irgendwelche Stichworte einliest und daraus Text generiert. Im Grunde läßt sich so etwas ohne Personalaufwand vollständig automatisieren.
Jun 18, 2012
Lutz said…
“Durch eine gewerbliche Nutzung erklären Sie sich mit diesen Bedingungen einverstanden.”
Hier dürfte die Schwachstelle dieses Geschäftsmodells liegen. In dem Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht steht viel Blödsinn, nicht aber, dass man Google eine Willenserklärung zur Annahme eines Lizenzvertrags unterschieben kann. Das geht mit dem Leistungsschutzrecht genauso wenig, wie vorher.

Jun 18, 2012

Mario Sixtus said…
Lutz. Eben doch. Das ist ja die Argumentation der Verleger: “Google nutzt unsere Inhalte zum Preis von null.” Das Leistungsschutzrecht wurde als rechtlicher Rahmen geschaffen, um Google nun eine Rechnung schicken zu können.
Jun 18, 2012
Content-Schleuder said…
Hey, Danke für die Erwähnung 😀
Jun 18, 2012
Hinterwäldler said…
Danke Mario
Eine tolle (im Sinne des Wortes) Anleitung, genau so werde ich es tun und schwuppdiewupp bin ich Unternehmer mit Mio-Eikommen. Warum hat uns das alles niemand früher erzählt und weshalb sind wir immer wieder den Unternehmensberatern der 90er Jahre auf den Leim gegangen.
lg. Manfred

Jun 18, 2012
Lutz said…
Das mag die Argumentation der Verleger sein. Daraus ergibt sich aber nicht, dass die Verleger die Lizenzbedingungen einseitig festlegen können. Letztlich dürfte es darauf hinauslaufen, dass – wenn, was Google hoffentlich machen wird, die Verleger nicht aus dem Index gestrichen werden – man im Falle einer dann rechtswidrigen Auflistung “übliche” Lizenzgebühren (ggf. das doppelte, wegen nicht genehmigter Nutzung) wird zahlen müssen. Die Gerichte müssten dann erstmal langsam eine “übliche” Lizenzhöhe festlegen (zur Zeit gibt es ja noch keine Notwendigkeit für Lizenzen für kleinste Wortschnippsel, daher auch noch keine übliche Lizenzhöhe).
Verstehe mich nicht falsch, das ist alles schlimm und großer Bullshit.

Jun 18, 2012
Steve said…
@Petra: Nein, der Link unteer Verwendung der Artikelüberschrift stellt nach dem LSR-Entwurf bereits eine lizenzpflichtige Nutzung dar.
Diese Frage hatte Maria bereits via Twitter an Christoph Keese gestellt und ja auch oben verlinkt. Hier nochmal: https://twitter.com/ChristophKeese/status/213662147065036801

Jun 18, 2012
Helge said…
Bin nicht ungläubig sondern lese einfach den Entwurf: “…Dies gilt nicht für die reine Verlinkung und Nutzungen im Rahmen der Zitierfrei- heit.”
Daher sind solche Links wie oben eindeutig zulässig.

Jun 18, 2012

Mario Sixtus said…
@Lutz. Ich verweise auf die Analyse des #LSR von Till Kreutzer, die Deiner optimistischen Interpretation entgegensteht:
“Gibt es keine Pflicht, die Ansprüche aus dem LSR von einer Verwertungsgesellschaft geltend zu machen, bedeutet das Folgendes: Es müssen Lizenzverträge mit jedem einzelnen Rechteinhaber geschlossen werden. Die Rechteinhaber unterliegen keinem „Kontrahierungszwang“, können also die Nutzung beliebig verbieten oder erlauben. Es gibt keine einheitlichen Tarife – jeder Rechteinhaber kann also nicht nur seine eigenen Preise machen, sondern zudem von jedem Nutzer unterschiedliche Preise verlangen. Je nach Definition des Presseverlegers sind es also hunderte oder tausende Einzelverträge, die zumindest all diejenigen Nutzer schließen müssen, die auch zukünftig unabhängig von der Quelle Nachrichten aggregieren oder auf interessante Inhalte unter Verwendung von Snippets verweisen wollen.”

http://irights.info/?q=content/referentenentwurf-zum-leistungsschutzrecht-eine-erste-ausfuhrliche-analyse

@Helge. Leider nein. Das Zitaterecht erlaubt nur ein Zitieren im Rahmen einer wie auch immer gearteten Auseinandersetzung mit dem Zitierten. Einfach die Überschriften Copy-und-Pasten fällt eindeutig nicht unter dieses Recht. Das war übrigens schon immer so, bislang hatten die Verleger nur keine direkte Handhabe (da nur übertragenes Recht vom Urheber) gegen solcherlei illegitimen Zitate vorzugehen. Mit dem #LSR haben sie jetzt solch ein Werkzeug.

Jun 18, 2012
Sikk said…
Mal eine ganz andere Frage: Was muss ich eigentlich tun, um eine Geschäftsidee zu patentieren und wie profitiere ich am besten davon?
Äh, diese Frage hat natürlich nichts mit obigem Text zu tun, nur so, rein interessehalber…
Jun 18, 2012
martin0 said…
H E R V O R R A G E N D !
you made my day!

Jun 18, 2012
Lutz said…
@Mario Sixtus:
Ich befürchte, wir reden aneinander vorbei.

Ich bestreite nicht, dass einzelne Lizenzverträge abgeschlossen werden müssen und dass die Verleger und Google (oder wer auch immer) die Preise frei aushandeln können. Ich meine nur, dass es nicht ausreichen, wenn die Verleger irgendwelche Preise über ihre Texte schreiben. Nur weil Google (oder wer auch immer) Snippets aus den Texten verwendet, bedeutet das nicht, dass ein Lizenzvertrag mit den genannten Preisen zustande kommt. So funktioniert es nicht, und das steht auch nicht der Analyse von Till Kreuter entnehmen (die mir im Übrigen bekannt ist und die ich auch teile).

Das hat auch gar nichts mit dem LSR zu tun, sondern das sind die allgemeinen Regeln zum Zustandekommen von Verträgen. Ich kann ja auch jetzt nicht einfach als Fotograf meine Fotos auf meine Internetseite packen (an denen ich unzweifelhaft ein Urheberrecht habe) und schreiben: “Wer meine Fotos verwendet, hat Summe X pro Tag zu zahlen.”

Verwendet jemand meine Fotos einfach, kann ich eben nur auf übliche Lizenzgebühren (plus ggf. Zuschlag wegen unrechtmäßiger Verwendung) klagen.

Jun 18, 2012

Mario Sixtus said…
@Lutz Ich bin mir ziemlich sicher, dass das eben doch geht. Aus der Sicht des Gesetzentwurfes ist das Erfassen eines Textes und das Anzeigen in Suchergebnissen ein “öffentliches Zugänglichmachen”. Und dazu hat Google – aus der Sicht des Gesetzgebers – überhaupt kein Recht, denn:
“Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen.”

Wenn ich also schreibe: “Hey, Google, wenn Ihr untige Buchstabensuppe indiziert, dann kostet Euch das Geld” und Google dann den Text indiziert – was sie ohne mein Einverständnis ja gar nicht dürften (so die Rechtsauffassung des Gesetzgebers), dann haben sie quasi einen Vertrag geschlossen. Das zumindest lese ich aus dem Gesetzentwurf heraus.

Befindet sich vielleicht ein Jurist an Bord, der diese Frage abschließend klären könnte?

Jun 18, 2012
dot tilde dot said…
gentlemen, start your engines.
vielen dank für die anregung!

.~.

Jun 18, 2012
Matthias said…
Das LSR muss unbedingt genau so Gesetz werden. Wenn man mal eineinhalb Schritte weiter denkt, dann passiert folgendes:
Unabhängig davon wie hoch die Lizenzkosten werden dürfen (Diskussion mit Lutz), wird Google (und alle anderen Suchmaschinen) natürlich zunächst alles aus dem Index werfen, womit man sich Potentiell eine Rechnung einfangen kann. Also eigentlich ganz DE.

Dann wird Google für diese Seiten (statt dem derzeitigen Opt-Out) zu einem Opt-In-Verfahren wechseln, bei dem eben auch gleich Googles Lizenzbedingungen akzeptieren muss. Alternativ kann man auch seine Seiten maschinenlesbar mit einer CC-Lizenz versehen (bei WordPress ganz einfach), Google akzeptiert folgende 3 CC-Lizenzen…. Da die meisten Betreiber von Blogs und kleineren Webseiten keine Lust haben, sich bei hunderten Suchmaschinen einzutragen (und jedes mal irgendein Authentifizierungstoken auf die Webseite zu packen), werden diese den zweiten Weg wählen.

Wir haben damit am Ende sehr viel mehr Inhalt, der unter den entsprechenden CC-Lizenz steht und das auch automatisch auszuwerten ist. Damit wäre dann eine sehr viel höhere Rechtssicherheit für Mashups und neue Dienste wie z.B. Pinterest, sich auf CC zu beschränken. Der Rest (ein paar wenige, derzeit noch größere Verlage) kann dann ignoriert werden und in Ruhe sterben.

Jun 18, 2012
Stephan said…
Die Idee mit den Content-Maschinen war mir auch schon gekommen (http://www.mediummagazin.de/e-paper/06-2012/). Ist hier aber schöner beschrieben. Ich bin gespannt auf die ersten Jungunternehmer, die sich der Sache annehmen.
Jun 18, 2012
Bastian Karweg said…
Hey – das eröffnet für Medienbeobachter wie unseren Echobot ja ganz neue Möglichkeiten: wir werden künftig einfach zum Abmahn-Grundlagen-Lieferant.
Aber mal eine Dumme Frage: Wären wir (oder auch der nette Webentwickler von nebenan) dann nicht auch automatisch wieder Rechtsverletzer? Ich meine es ist ja nicht auszuschließen, dass das Skript das wir (er) schreiben nicht auch andere Inhalte findet, die für sich genommen wieder im Sinne einer gewerblichen Nutzung erstellt wurden. *ups* von daher gäbe es wohl niemanden, der so blöd wäre, ein solches Skript in Deutschland zu schreiben – was sämtliche Webentwickler, die irgendwas mit Content machen wollen direkt mal über die Landesgrenzen vertreiben würde…

… soviel von mir zum “Was wäre wenn” eines solch irrsinnigen Vorschlags wie dem LSR

Jun 18, 2012
mark said…
@Matthias: Was ist wenn jemand nen Blog aufmacht einen Spiegel Artikel nimmt und rein stellt und dazu schreibt das das CC Lizenz ist?
Das wird doch bei Bildern zurzeit andauernd gemacht nur halt ohne die Lizenz dazu zu schreiben.
Jun 18, 2012
Jens said…
Wie lange soll/könnte die Umsetzung des Gesetzes realistischerweise dauern? D.h. wenn nichts mehr dazwischenkommt.
Jun 18, 2012
Jens said…
Wie lange soll/könnte die Umsetzung des Gesetzes realistischerweise dauern? D.h. wenn nichts mehr dazwischenkommt.
Jun 18, 2012
fred1911 said…
Mal ne doofe Frage was links rum geht, geht sicherlich auch rechtsherum. Also etabliere ich x kleine Webblogs, wann immer mir danach ist, schaue ich mir das Weltgeschehen an und versuche zeitnah die passenden Bildschlagzeilen zu erraten. Treffer = Rechnung.
Oder noch besser ich sicher mir für Zukünftige Erreignise frühzeitig die schönsten Schlagzeilen ala Wir sind Europameister oder Wieder nur 2ter oder oder oder.
Sollte das nicht so auch gehen und mit der Webcommunity koennte das für Verleger ein lustiger Bumerang werden.
Jun 18, 2012
Tim said…
Spannend wäre auch ein Dienst der automatisiert an Verlage Anfragen für einen LSR Tarif zu einem bestimmten Artikel / snippet verschickt. Eigene Domain einfügen (für die lizensiert werden soll) und absenden, tun das ein paar hundert Blogger pro Tag dürften die Verlage mit dem “aushandeln” bzw. Preise rüber schicken auch recht bald am Rad drehen.
Ach so langsam freue ich mich auf das LSR.
Jun 18, 2012
Detlef said…
Mich würde folgendes interessieren?
a) Wer hat die Idee für einen solchen Gesetzesentwurf gehabt? (SPD/CDU)?
b) Steht dies im Einvernehmen mit den sonstigen EU-Rechten und Vorgaben?
c) Verstehe ich es jetzt richtig, daß Verlage die Möglichkeit bekommen, daß bei einfacher Übernahme deren Inhalte, diese Geld schöpfen können ohne Ende und normale Urheber nicht? Ich kenne kein Gesetzt, daß es ermöglicht, nur bei Verwendung / Übernahme, dann direkt zu kassieren!
d) Das Suchmaschinen, eigene Inhalte ohne separate Freigabe dafür, kopieren und selbst veröffentlichen, ist schon immer “unsauber” gewesen. Hier hätte man längst ein Tag einführen können, daß entweder die Verwendung zuläßt oder verweigert – oder nur aus Meta-Desc übernommen werden darf! Noch schlimmer sind natürlich Webseiten, die mit fremden Inhalten und Namen werben
e) Warum fängt man aber mal wieder das Pferd von oben an aufzuzäumen? Hätte man nicht erst alle Uhrheber mehr schützen müssen? Oder soll diese Gesetz nur große Firmen (Verlage) etwas bringen?

Grüße Detlef
von 1awww

Jun 18, 2012
fred1911 said…
@detlef
Erinnere ich mich falsch oder gibts den Tag? Den moegen die Verlage dann aber auch nicht weil google die Seiten ja dann auch nicht in die SearchEngine aufnimmt.
Jun 18, 2012
Simone Semmel said…
Lasst Euch erst gar nicht darauf ein, sondern fordert ein klar definiertes Mindestmaß an Freiheit im Social Web bedingungslos für alle ein. Petition hier. Bevor das Recht auf Zitation und damit die freie Meinungsäußerung den Bach runter geht.
LG Simone

Jun 19, 2012
Eva Ihnenfeldt said…
Möge dieser Beitrag in jede Ecke kriechen, in jede dunkle Nische und von den Dächern verkündet werden. Es ist wirklich ein Wahnsinn, der da probiert wird – und Sixtus legt diesen Wahnsinn offen. Danke!
Jun 19, 2012
stan said…
Hey, feiner Artikel. 😉
Jun 19, 2012
fredMan said…
Wenn es nicht so nah an der Realität wäre, könnte man über den Artikel herzhaft lachen.
Letzten Endes gehe ich persönlich aber eher davon aus, dass – wie auch immer der Inhalte-Industrie Begehrlichkeiten-Katalog für Buchstabenkombinationen auch in Zukunft aussehen mag – die einzigen Nutznießer pfiffige Advokaten sein werden, die die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechende Serien-Abmahnungen verteilen.
In diesem Sinne
fredMan

Jun 19, 2012
Ulf J. Froitzheim said…
Ich glaube nicht, dass Du für DIESE Linkliste zahlen müsstest, denn wer erfüllt schon die Bedingungen, Presseverleger i.S.d.G. zu sein? Wer Sporadika publiziert, gehört doch nicht dazu.
Du hast Recht, der Gesetzentwurf ist riesengroßer Kee… äh, Käse. Unter anderem auch deshalb, weil die Referenten nicht begriffen haben, dass “kleinste Fetzen” der Aufnahme eines musikalischen Werks etwas grundlegend anderes sind als kleinste Textfetzen. Es mangelte ihnen offenbar sogar am intellektuellen Zugang zur Unterscheidung von Urheber- und Leistungsschutzrecht. Sollte der Murks beschlossen werden, können einem die Richter leid tun, die auf dieser absurden Grundlage Urteile fällen sollen.

http://wp.ujf.biz/?p=7426

Jun 19, 2012
Kojoebc said…
Dein letzter Absatz in Gottes Ohr!
Desweiteren finde ich es nicht gut unsere sowieso schon überlasteten Gerichte mit solchen Fällen zuzuballern und somit ganze Jahrgänge von Jurastudenten zu verderben, indem man sie zu Handlangern instrumentalisiert!
Jun 19, 2012

Romy Mlinzk liked this post.
Jun 19, 2012

hubert gertis liked this post.
Jun 19, 2012
meykosoft said…
Sehr schön , ich werde das bei Gelegenheit nochmal nachkalkulieren …;-)
Dem letzten Absatz stimme ich übrigens verstärkt zu und nehme an, auch eine Frau Merkel kann es sich nicht so ohne weiteres leisten, ein den Medien bereits zugesagtes Leistungsschutzgesetz, nun einfach so wegfallen zu lassen. Das Ganze ist vermutlich ein dosiertes Rückzugsgeplänkel a la Merkel. Frei nach dem Motto, “du sollst den Medien nicht widersprechen – warte bis sie es selbst tun”. Es wird wahrscheinlich nicht mehr allzulange dauern, bis die Auswirkungen eines solchen Gesetzes auch von Herrn Keese und Herrn von Klaeden verstanden werden… (Naja, jetzt wo es hier geschrieben steht – so ganz sicher bin ich denn doch nicht)

Jun 19, 2012
Sirko said…
Mehr macht ein Journalist einer Lokalzeitung beim Nicht-Lokalteil seiner Zeitung auch nicht: DPA-Meldungen layouten, ein bischen kürzen oder -ganz selten- umschreiben. Journalismus bedeutet zum großen Teil eben Daten kopieren und anreichern.
Jun 19, 2012
Klabund said…
Schönes Beispiel, den Studenten für 100 Euro kannst du dir aber sparen. Linke einfach von deinem Blog auf deinen neuen Verlag, dauert keinen Tag und Google hat jeden Artikel indexiert….
Jun 19, 2012
Ben said…
Wäre nicht auch jedes Wiki und jede homepage die regelmäßig neuen content liefert nen presse verlag?
dann kann doch jede private homepage sich als solches ausgeben und suchmaschinen melken … dann brauch man nicht mehr um die position, sondern nur noch um das indexieren kämpfen ^_^

Jun 19, 2012
Ben said…
Wäre nicht auch jedes Wiki und jede homepage die regelmäßig neuen content liefert nen presse verlag?
dann kann doch jede private homepage sich als solches ausgeben und suchmaschinen melken … dann brauch man nicht mehr um die position, sondern nur noch um das indexieren kämpfen ^_^

Jun 19, 2012
Lars said…
Ihr habt beide Recht bzgl. Lizenzgebühren. Der Textklauer geht keinen Lizenzvertrag ein, auch nicht konkludent (man weiss ja nichtmal, ob er den Text überhaupt gelesen hat, wie soll da eine Willenserklärung vorhanden sein?). Auch die Fangprämie beim Ladendiebstahl ist juristisch keine Gebühr aufgrund des konkludent geschlossenen Vertrags beim Betreten des Ladens, diese Fangprämie zu bezahlen, sondern schlichtweg Schadensersatz des Diebs an den Unternehmer, der dem Detektiv eine Prämie versprochen hat. Dieser Schadensersatz wäre auch ohne Hinweisschilder zu zahlen!
Fällig ist dann a) die übliche Lizenzgebühr und b) 1-3x die Lizenzgebühr als “Strafe” dafür, dass gerade keine Lizenz eingeholt wurde. Bei der üblichen Lizenzgebühr aber wiederum geht es um das, was der Urheber tatsächlich üblicherweise erreicht. Wenn der Urheber den Nachweis führt, dass er tatsächlich üblicherweise die Summe von 100 EUR pro Wort kassiert, dann ist dies auch die Basis der Lizenzhöhe und er muss sich nicht auf Standardgebühren von VG Wort und Co. verweisen lassen.

Nur wenn der Urheber keinen Nachweis führen kann, was er so üblicherweise kassiert, erst dann wäre das Gericht an der Reihe, einen üblichen durchschnittlichen Preis festzulegen.

Jun 19, 2012

Pulp Amor liked this post.
Jun 19, 2012
Reen said…
Die Idee gefällt mir 😉
Allerdings scheinen ja Zitate außen vor zu bleiben. Also müsste man doch nur alles in Zitatform verpacken?
A la: Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Seiten: “Überschrift des Spiegel-Artikels” (Quelle: Überschrift des Spiegelartikels [Quelle: Überschrift des Spiegelartikels [[Quelle: Überschrift des Spiegelartikels]])

Was sehen wir? Es ist nur eine SEO-Methode Links aufzubauen 😛

Diese Aussage ist nicht ganz ernst gemeint

Jun 19, 2012

Arno Laxy liked this post.
Jun 19, 2012
Denkfehler said…
Kleiner Denkfehler: Google als Suchmaschine funktioniert so, wie von dir beschrieben. Google News funktioniert etwas anders. Google als Suchmaschine ist von dem Leistungsschutzrecht weniger betroffen, da gibt es schon reichlich Gesetze und Urteile. Bei Google News sieht das tatsächlich anders aus. Die Gerichte werden aber sehr wohl unterscheiden, ob ein Verlag aktiv bei Google sich eintragen lässt oder von Google ungewollt aufgenommen wird. Vielleicht wird das Amtsgericht noch einen falschen Weg einschlagen, aber spätestens ab dem Landgericht wird der Verlag sich auch etwas mit Technik auseinander setzen müssen.
Google als größter Marktteilnehmer kann u.U. verlangen, dass sich Verlage z.B. mit korrekter robots.txt an Quasi-Standards halten oder Google verlangt noch einmal ein Opt-In für die Teilnahme an News. (Deshalb hätte dein Weg am Ende keinen Erfolg vor Gericht, da du aktiv den Rechtsverstoß provoziert hast) Im Endeffekt wird es darauf hinauslaufen, dass die Verlage entweder keine Kosten stellen können oder aus dem Index rausfallen.
Google wird am Ende die Rechnungen nicht bezahlen müssen, denn wenn es sich für Google nicht lohnt, werden sie den Service einstellen. Es wird am Ende die kleinen Suchmaschinen und die Blogs treffen.
Jun 20, 2012
max said…
Auch wenn die Konstruktion des Falles durchaus interessant ist, wird die Rechnung nicht aufgehen, d.h. google würde niemals bezahlen (müssen).
Die Anmeldungen bei der Suchmaschine wurden selber vorgenommen, d.h. dieser ‘Verlag’ hat die Veröffentlichung und damit die Leistungsnutzung selber initiiert. Ähnlich vielleicht auch das Urteil, in dem versucht wurde, google Urheberrechtsverletzung beim Darstellen urheberrechtlich geschützter Thumbnails vorzuwerfen. Die Rechnung ging auch nicht auf
http://www.telemedicus.info/urteile/Urheberrecht/Thumbnails/1047-BGH-Az-I-ZR-…

Jun 20, 2012
Andreas said…
Mein Senf dazu: Angesichts des Entwurfs und dessen Ausblendung – fast schon als banal zu bezeichnender – grundrechtlicher Implikationen, finde ich den Enwurf gar nicht schlecht.
Denn: Ich bin mir sehr sicher, dass dieses Gesetz vom BVerfG dermaßen vernichtend als GG-widrig bezeichnet werden wird, dass es nur so schallt.

Gerade bei der meinungsäußerungsfreiheit kennt das BVerfG keinen Spaß. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis das Gesetz – so es denn überhaupt verabschiedet werden wird – dort gelandet ist. Bis dahin haben wir eine neue Spielwiese für Anwälte (wäre ja nicht das erste Mal) und leider in einem grundrechtlich sehr sensiblen Bereich große Rechtsunsicherheit. Letzteres ist definitiv ein Problem.

Jun 20, 2012
Brabby said…
@max, danke für den Link.
Dieser Absatz aus dem Urteil ist der treffenste der wohl auch das LSR wieder aushebeln bzw zu einer Opt-In Lösung führen wird:
“Die Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs aus § 97 Abs. 1 UrhG durch die Klägerin sei jedoch rechtsmissbräuchlich (§ 242 BGB). Die Klägerin verhalte sich widersprüchlich, wenn sie einerseits Suchmaschinen den Zugriff auf ihre Internetseite durch Gestaltung des Quellcodes erleichtere und damit zu erkennen gebe, insgesamt am Zugriff durch Suchmaschinen interessiert zu sein, sich andererseits aber gegen das bei der Bildersuche durch Suchmaschinen übliche Verfahren der Umgestaltung von Abbildungen in Vorschaubilder wende.”
Lg

Jun 20, 2012
Ulf J. Froitzheim said…
@Andreas: Eine Parlamentsfraktion könnte die Klärung per Normenkontrollklage beschleunigen.
Jun 20, 2012
blog.1awww.com said…
Der Artikel ist so gut, daß wir diesen von unserer Blog-Seite verlinkt haben: http://blog.1awww.com/2012/06/20/wie-man-sich-mit-dem-leistungsschutzrecht-ei…
Jun 20, 2012

R P liked this post.
Jun 20, 2012
Josh said…
Da kann man nur hoffen, dass das Leistungsschutzrecht genau so kommt. Selbst wenn es nicht 100€ pro …